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Der erste selbstentwickelte SW-Film
Der erste selbstentwickelte SW-Film

Der erste selbstentwickelte SW-Film

Nachdem ich nun schon seit einiger Zeit eine Pentax Spotmatic mein Eigen nenne, und auch den ein oder anderen Film belichtet habe, wurde es langsam Zeit, auch die Entwicklung der Filme in die Hand zu nehmen.

Gesagt, getan. Bei Fotoimpex stellte ich mir alles zusammen, was man so braucht: SW-Entwickler Adonal (Rodinal-Nachbau), Stopbad, Fixer & Netzmittel, sowie allerlei Flaschen, Messbecher und Zubehör.

Eine Entwicklungsdose von Jobo (1540) bekam ich von meinem Vater, genauso auch Thermometer und Filmspiralen. Jetzt hatte ich leider keinen Schwarz-Weiß-Film mehr, sodass ich schnell in die Stadt ging und mir einen Ilford HP5+ besorgte.

24 uninspirierte Knispereien später war der Film voll und bereit zur Entwicklung — Die will ich schließlich lernen.

Das Badezimmer dunkelte ich mit Rolladen und Handtüchern ab, sodass wirklich kein Licht mehr auf den Film fallen konnte. In 3 Messbechern stellte ich die korrekten Mischverhältnisse von Entwickler, Stopbad, Fixierer und wohltemperierten Wasser bereit. Dann ging es los.

Alles dunkel, mit einem Messer die Filmdose aufgefrickelt, und die Anfang des Filmes herausgezogen. Mit der rechten Hand nach der Schere gesucht und fasst die gesamte Duschgelsammlung heruntergehauen.

Merke: Vorher anschauen, wo das Zeug liegt.

Der schmale Streifen am Film wird abgeschnitten und das übrige Stück in die Entwicklerspule geschoben. Dann mit gleichmäßigen Drehungen den gesamten Film in die Dose gespult. Am Ende noch den Rest der Filmdose abgeschnitten, Spule in die Dose, Deckel drauf — fertig, Licht an.

Und damit war der komplizierteste Teil geschafft. Jetzt nur noch Entwickler und Ko gemäß der angegebenen Zeiten auf den Film einwirken lassen und voilà, nach Waschung und Trockenzeit hielt ich meinen ersten selbstentwickelten Negativstreifen in der Hand.

Die Ergebnisse sind viel zu flau und die Frage des Digitalisierens der Negative muss ich mir auch noch beantworten, zunächst bin ich aber einfach nur glücklich. Und bereit einen Film mit guten Bildern zu entwickeln.

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