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Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex
Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex

Seagull 4B-1 – leichtgewichtige TLR als Alternative zur Rolleiflex

Neue Kameras sind ja immer so ein Ding. Schnell bin ich angefixt und der Finger liegt auf dem Kaufen-Button, doch tritt meist wieder Vernunft ein und der Kaufreflex wird vertagt. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben! Jetzt war ich ja schon fast soweit, eine TLR ins Haus zu holen, schließlich ist die Art der Fotografie eine komplett andere und das Filmformat 6x6 mir gänzlich neu – ihr seht, eigentlich ist es ein Pflichtkauf – da bekomme ich doch eben so eine TRL geschenkt <3 ! Junge, Junge ich war aus dem Häuschen und bin es fast immer noch.

Ne TLR, also eine Twin-Lens-Reflex Camera – eine Zweiäugige Spiegelreflex wie es im wunderschönsten Deutsch heißt – wahrscheinlich aus den frühen 80er Jahren. So manuell wie es nur geht: Der Film wird per Drehknopf weitertransportiert, der Auslöser will manuell gespannt werden und natürlich werden auch Blende und Verschlusszeit am Objektiv von Hand eingestellt. Fokussiert wird – natürlich manuell – über den Lichtschachtsucher, und das funktioniert auch recht gut. Der Sucher ist nicht der Hellste und das Schnittbild (immer gibt's ne eingebaute Lupe!) ist nicht das Beste, aber bei der 75mm Optik gelingt das Scharfstellen trotzdem fix und zielsicher.

Viel komplizierter war es da für mich, das Framing zu perfektionieren. Während bei normalen Mittelformat-Suchern das Bild vollständig gespiegelt wird – und damit ein Schwenk nach links den Ausschnitt auch nach links bewegt, so ist beim Falllichtsucher das Bild zwar nicht mehr auf dem Kopf, jedoch seitenverkehrt. Man gibt also Modellen durchgehend falsche Anweisungen ("Schau mal nach rechts, äh links") und versucht mit verzweifeltem Herumgewackel die Landschaft horizontal auszurichten.

Durch den manuellen Filmtransport per Rädchen entstanden, zumindest bei den ersten Filmen, immer mal wieder ungewollte Doppelbelichtungen. Verrückt, wie sehr man sich an den automatischen Transport, entweder nach dem Auslösen oder beim Spannen des Verschlusses, gewöhnt. Aber das würde ich wohl eher unter Feature einordnen. Doppelbelichtungen sind cool, und verunglückte Fotos haben dann doch häufig ihren Reiz.

Das allgemeine Handling ist natürlich ganz schön oldschool, aber keines Wegs störend. Man ist etwas langsamer als mit vergleichbaren Modellen, wird dafür aber mit dem Charme der Kamera und einwandfreien Fotos belohnt.

TLR macht Bock – also lasst Euch ruhig auch eine schenken ;-)


Kodak Portra 160 / 400 / 800



Fujifilm Neopan Acros 100



Lomography Color Negative 800



Entwicklung & Scan: meinfilmlab.de

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